Klinik für UrologieChefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
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TUR-Blase (transurethrale Blasentumorresektion) | Entfernung der Harnblase
Der Ausgangspunkt des Blasenkarzinoms ist die Schleimhaut der Harnblase. Die häufigste, zur Erstdiagnose führende Beschwerde ist die schmerzlose Blutung aus dem Harntrakt.

Schmerzarme Harnblasenspiege-
lung mit dem biegsamen EndoskopErkannt wird das Harnblasenkarzinom durch eine Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie). Diese wird durch die Harnröhre vorgenommen. Diese ist auch für Männer schmerzlos, wenn moderne flexible Endoskope zum Einsatz kommen.
Die oberflächlichen, gut differenzierten Blasenkarzinome weisen eine über 90 %ige Heilungschance auf und können meist unter Erhaltung der Harnblase behandelt werden Die endoskopische Resektion durch die Harnröhre steht dann ganz im Vordergrund der Behandlung.
In Abhängigkeit Gewebsdifferenzierungsgrad und Tumorstadium erfolgt gegebenenfalls eine Blasenspülbehandlung mit speziellen Substanzen, die das Tumorwachstum hemmen. (Instillationstherapie mit Chemotherapie oder BCG)
Aggressive (muskelinvasive) Tumoren machen unter Umständen die frühzeitige und vollständige Entfernung der Harnblase und der zugehörigen Lymphknoten erforderlich. Moderne operative Techniken des Harnblasenersatzes ermöglichen heute eine gute Lebensqualität.
In Zusammenarbeit mit den Experten unseres Krankenhauses erarbeiten wir in der interdisziplinären Tumorkonferenz das individuell optimale Konzept, das im Einzelfall auch einen Chemotherapie oder Bestrahlung einschliessen kann.
Über 75% der Blasentumoren sind oberflächlich. Mittels transurethrale Elektroresektion (TUR) wird der Tumor entfernt.
Der Tumor wird mittels eines computergesteuerten Hochfrequenzstroms oder per Laser endoskopisch durch die Harnröhre vollständig abgetragen und anschließend histologisch (feingeweblich) untersucht.
Unser standardisiertes operatives Vorgehen muss drei wesentliche Fragen beantworten:
Die weitere Behandlung richtet sich sowohl nach Tumoreinordnung Ergebnis als auch nach dem Nachweis oder Ausschluß von Absiedlungen. Zur Ausbreitungsdiagnostik sind nun in Abhängigkeit der Histologie folgende Untersuchungen obligat: Röntgen des Thorax (Brustraum) evtl. zusätzlich CT-Untersuchung des Brust und Bauchraumes, evtl. Skelettszintigraphie (Knochenstoffwechseluntersuchung).
Die Entfernung der Harnblase kann bei in der Klinik für Urologie Bochum auf offen-chirurgischem Wege oder über Schlüssellochtechnik erfolgen. Welcher Weg zu bevorzugen ist, legen wir im Gespräch mit unseren Patienten individuell fest.
Wichtig ist die chirurgisch präzise, komplette Entfernung der Blase, Prostata und die Entfernung von aller zugehörige Lymphknoten. Wir beachten streng die Empfehlungen der European Association of Urology. Im Zusammenhang mit der Entfernung der Harnblase wird auch die Bildung eines Blasenersatzes erforderlich.