Klinik für Urologie Bochum

Harnleiter

Reparatur von Harnleiterschäden / Harnleiterersatz

Einen besonderen Schwerpunkt unserer Urologischen Klinik stellen wiederherstellende (rekonstruktive) Massnahmen an den ableitenden Harnwegen (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre) dar.

Jede Niere hat (mindestens) einen Harnleiter, der den von ihr fortwährend gebildeten Harn in das Speicherorgan Harnblase transportiert.

Schädigungen des Harnleiters entstehen durch Voroperationen (z.B. wegen Steinleiden), Bestrahlungen, TBC und Morbus Ormond. Die Reparatur von Harnleiternarben ist anspruchsvoll, da der Harnleiter verborgen im hinteren Bauchraum liegt und ein sehr empfindliches Gewebe darstellt, das ausgeprägt zur Narbenbildung neigt.

Die passende Methode muss für jeden Patienten im Gespräch mit unserem erfahrenen Team individuell ausgesucht werden.

Wichtige Faktoren sind: Ausmaß der Harnleiterschädigung, Voroperationen, Vorbestrahlungen, Zustand, Alter und Vorerkrankungen, schonendste und dauerhafteste Behandlungsform.

  • Endoskopische Behandlung durch die Harnröhre ohne Hautschnitt
  • Harnleiterersatz aus Dünndarm (Ileum-Interponat) / auch laparoskopisch
  • Harnleiterersatz aus rekonfiguriertem Dickdarm
  • Künstlicher Harnleiter (sog. "Detour")
  • Dauerversorgung mit sog. Harnleiterschienen
  • Harnleiterersatz aus der Harnblase (Blasen-Psoas-Hitch)

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