Klinik für UrologieChefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234/517-2651
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Einen besonderen Schwerpunkt unserer Urologischen Klinik stellen wiederherstellende (rekonstruktive) Massnahmen an den ableitenden Harnwegen (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre) dar.
Harnröhrenverengungen (sog. Strikturen) entstehen meist durch Verletzungen der Harnröhre. Sie können aber auch vermeintlich kleine Ursachen wie eine „harmlose" Entzündung der Harnröhre, oder einen Blasenkatheter entstanden sein. Eine Besonderheit von Harnröhrenstrikturen ist ihre hartnäckige Tendenz zur Wiederkehr nach zunächst erfolgreicher Behandlung.
Der überwiegende Teil der Harnröhrenstrikturen lässt sich endoskopisch (von innen) durch die Harnröhre hindurch behandeln. Uns stehen dafür entsprechende Instrumente mit Messerchen, Keramikmesser sowie Laser zur Verfügung.
Neben den endoskopischen Verfahren, bei denen per kaltem Schnitt oder per Laserschnitt die Verengung beseitigt wird, bestehen in der urologischen Klinik umfangreiche Erfahrungen mit der offenen Rekonstruktion von wiederkehrenden Harnröhrenverengungen und auch zerstörter Harnröhren nach Unfällen. Die Harnröhrenchirurgie stellt wegen unterschiedlichster anatomischer Gegebenheiten und auch dem äußerst verschiedenen Ausmaß der Harnröhrenerkrankungen besonders hohe Anforderungen an den Operateur und wird bei uns grundsätzlich mikrochirurgisch durchgeführt.
Bei kurzstreckigen Strikturen wird eine End-zu-End Urethroplastik bevorzugt. Langstreckigere Narben (über 2 cm) erfordern den Einsatz von Ersatzgeweben Wangenschleimhauttransplantaten (Mundschleimhaut) oder aus der Vorhaut.