Klinik für UrologieChefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234/517-2651
Fax: 0234/517-2653

0234 / 517-2651
Es gibt gut- und bösartige Hodentumoren. Der bösartige Hodentumor, ist die häufigste Tumorerkrankung des jungen Mannes. Aber auch ältere Männer über 40 Jahre können daran erkranken. Rechtzeitig entdeckt und behandelt ist er jedoch ein gut behandelbarer und meist heilbarer Tumor.
Ein Hodentumor verursacht in der Regel keine Schmerzen. Auffällig ist meist die derbe, zunehmende, einseitige Hodenschwellung. Ihr Urologe kann anhand des Tastbefund und einer hochauflösenden Ultraschalluntersuchung mit einem speziellen Ultraschallkopf (7,5 bis 10 MHz), eine meist eine sichere Diagnose stellen.
Viele Hodentumore verursachen Veränderungen im Blut, sog. Tumormarkererhöhungen. Wichtig: alpha-Fetoprotein, beta-HCG, LDH und PLAP. Diese Tumormarker sind auch im weiteren Verlauf zur Überwachung des Therapieergebnisses von großer Wichtigkeit.
Um zur endgültige Diagnose zu kommen wird oft eine Untersuchung des Hodens mit operativer Freilegung des Hodens über einen kleinen Leistenschnitt erforderlich und meist die komplette Entfernung des betroffenen Hodens.
Zur Abklärung von Absiedlungen erfolgen Computertomographien des Bauchraumes, des Brustraumes und des Kopfes.
Nach operativer Tumorentfernung und nachfolgender Gewebetypisierung entscheiden die Tumorart und das Tumorstadium über die weitere Behandlung. Im wesentlichen unterscheidet man Seminome von sogenannten Nicht-Seminomen. Dies ist für die weitere Therapie und Nachsorge von entscheidender Bedeutung. Im Anfangsstadium kann in einigen Fällen auf eine weitere Behandlung verzichtet werden und zugewartet werden. Eine weitere Therapie ist dann nicht erforderlich. Über die langfristige Heilung entscheidet die richtige Nachbehandlung und die passende Tumornachsorge.
In unserer Klinik wird in einer Konferenz von Experten aus verschiedenen Fachrichtungen (Urologie, Strahlentherapie, Onkologie, Pathologie), die alle an der Augusta Krankenanstalt arbeiten sind ein individueller Vorschlag für die weitere Behandlung und Tumornachsorge gemacht. In Frage kommen: Kontrolliertes Abwarten, Lymphknotenentfernung, Bestrahlung oder Chemotherapie.