Klinik für UrologieChefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234/517-2651
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Gerät zertrümmert Nierensteine
Quelle: RuhrNachrichten, 15.06.2011
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Nierensteine unter Beschuss
Quelle: WAZ, 14.06.2011
Berührungsfreie Harnsteinzertrümmerung (ESWL) | Minimal-invasive Harnsteinentfernung mit Endoskopen | Harnsteinzertrümmerung mit Laser
Kleinere Steine in der Niere können mit Stosswellen zertrümmert werden (ESWL = extrakorporale Stosswellen-Lithotrypsie). Dabei werden von aussen Stosswellen/Druckwellen auf den Körper gerichtet, die durch das Gewebe hindurch auf den Stein treffen und ihn zerfallen lassen. Die Trümmer müssen dann von selbst abgehen. Ist dabei die Gefahr für eine Kolik zu gross, muss eventuell vorübergehend eine Harnleiterschiene eingelegt werden. Ein Hautschnitt ist weder für die ESWL, noch für die Einlage einer Harnleiterschiene notwendig. Unsere Klinik verfügt über die zur Zeit modernste Lithotrypsieeinheit der Welt. Sie erlaubt die Ortung von Harnleiter- oder Nierensteinen mit Ultraschall oder Digitalem Röntgen erlaubt.
Die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) stellt ein minimal-invasives Therapieverfahren zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen dar. Das Verfahren beruht auf einer Zertrümmerung der Steine durch Druckwellen (sogenannte Stosswelle). Es wurde in Deutschland in den 1980er Jahren erfunden und war bahnbrechend.
Die Stosswellen werden in einer Energiequelle außerhalb des Körpers erzeugt und mittels Röntgen- oder Ultraschallkontrolle auf den Stein eingestellt (Zieleinrichtung). Die Stosswelle erzeugt durch die plötzliche Druckschwankung im Stein entstehenden Zug- und Scherkräfte, dies führt zu einer Zertrümmerung des Steins. Die Bruchstücke können anschließend auf natürlichem Wege mit dem Urin ausgeschieden werden. Das umliegende Gewebe bleibt aufgrund seiner Elastizität in der Regel unbeschädigt.
Vorteil des Verfahrens ist die berührungsfreie, komplikationsarme Steinzertrümmerung, die in der Regel keine Vollnarkose benötigt. Unmittelbar vor Beginn der Behandlung wird dem Patienten ein Schmerzmittel und ein Beruhigungsmittel verabreicht, damit die Behandlung möglichst wenig unangenehm empfunden wird.
Alternativ ist auch eine Behandlung in Vollnarkose möglich.
Die Behandlungsdauer beträgt je nach Größe und Lokalisation des Steins ungefähr eine Stunde. Die Risiken der ESWL sind sehr gering.
Neben einem Bluterguss (Hämatom) in der Haut und einer Blutbeimengung im Urin, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Hämatom um die Niere kommen. Ferner können Steinfragmente im Harnleiter stecken bleiben und dort eine Kolik auslösen. Aus diesem Grund kann es bei größeren Steinen notwendig sein, eine ogenannte Harnleiterschiene (Doppel-J-Katheter; Pigtail-Katheter) einzulegen, um den Urinabfluss von der Niere in die Blase sicherzustellen.
Nicht jeder Stein ist für eine ESWL-Therapie geeignet. Bestimmte Steinsorten sind zu hart, um durch eine ESWL zertrümmert zu werden. Außerdem werden bei großer Steinmasse mehrere ESWL-Behandlungen benötigt, um eine komplette Steinfreiheit zu erzielen.
Nach der Behandlung sollte der Patient viel Trinken und sich viel Bewegen („Laufen und Saufen“). Dadurch werden die entstandenen Steinfragmente leichter mit dem Urin ausgeschwemmt. Der Urin sollte nach der Behandlung gefiltert werden, um ausgeschiedene Steinfragmente auffangen und analysieren zu können. Entscheidend sind zudem regelmäßige Kontrollen durch den niedergelassenen Urologen um zu kontrollieren, ob alle Steinreste ausgeschieden worden sind.
Ab November 2010 steht der Klinik für Urologie Bochum ein neuer modernster Lithotrypter der neuesten Generation zur Verfügung. Die Anschaffungskosten liegen bei 750.000 Euro. Es ist das zur Zeit modernste Gerät dieser Art weltweit und speziell für die Erfordernisse der urologischen Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen konzipiert.
Es handelt sich um ein Gerät der Fa. Siemens (Lithoskop) und ist speziell multifunktional für nahezu alle Applikationen in der moderen Steinbehandlung konzipiert worden.
Ein besondere Eigenschaft stellt die strahlensparende digitale Röntgentechnologie und die sonographische Ortungsmöglichkeit der Steine (mit Ultraschall, ohne Röntgen) dar.
Ein neuartiger Stosswellenkopf ein Stoßkopf mit maximaler Energie bei niedriger Energiedichte und breitem Fokus desintegriert selbst hartnäckige Steine schnell und effizient. 38 Energiestufen sorgen für eine individuelle Behandlung nahezu aller Patienten.