Klinik für UrologieChefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
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Berührungsfreie Harnsteinzertrümmerung (ESWL) | Minimal-invasive Harnsteinentfernung mit Endoskopen | Harnsteinzertrümmerung mit Laser
Harnsteine sind eine Volkskrankheit mit ansteigender Häufigkeit in Deutschland und anderen westlichen Industrieländern. Jeder 10. Einwohner wird im Laufe seines Lebens einmal mit einem solchen Stein konfrontiert werden.
Die Therapie von Nieren- und Harnleitersteinen erfolgt heute in praktisch allen Fällen minimal-invasiv, das heisst ohne Schnitt.
Das Behandlungs-Spektrum reicht von der Zertru¨mmerung von außen mittels ESWL (berührungsfreie Steinzertrümmerung) bis zu den endoskopischen Verfahren in Narkose.
Der Stein ist nur das Symptom einer Erkrankung! Sie selbst können dazu beitragen, dass das Risiko einer erneuten Harnsteinbildung reduziert wird.
Es gibt verschiedene Harnsteinzusammensetzungen. Nachfolgend werden Ihnen zu den verschiedenen Steinarten entsprechende Empfehlungen aufgezeigt.
Die angegebenen Präventionsmaßnahmen sind ebenfalls allgemein gehalten und können somit nur zur Orientierung dienen. Insbesondere bei wiederholter Steinbildung ist die Vorstellung in einem auf Harnsteine spezialisiertem Zentrum erforderlich, da eine individuell angepasste medikamentöse Prophylaxebehandlung nur nach vorausgehender Stoffwechseluntersuchung möglich ist.
Bei rezidivierender Steinbildung trotz Einhaltung der allgemeinen Präventionsmaßnahmen sollte eine Stoffwechseluntersuchung einschließlich Sammelurinuntersuchung durchgeführt werden. Je nach Ergebnis ist eine medikamentöse Prophylaxebehandlung notwendig. Hierzu häufig eingesetzte Medikamente sind Alkalizitrate, Thiazide oder Magnesium.
Bei rezidivierender Steinbildung trotz Einhaltung der allgemeinen Präventionsmaßnahmen sollte eine Stoffwechseluntersuchung einschließlich Sammelurinuntersuchung durchgeführt werden. Je nach Ergebnis ist eine medikamentöse Prophylaxebehandlung notwendig. Hierzu häufig eingesetzte Medikamente sind Alkalizitrate oder Allopurinol.
Bei rezidivierender Steinbildung trotz Einhaltung der allgemeinen Präventionsmaßnahmen sollte eine Stoffwechseluntersuchung einschließlich Sammelurinuntersuchung durchgeführt werden. Je nach Ergebnis ist eine medikamentöse Prophylaxebehandlung notwendig. Hierzu häufig eingesetzte Medikamente sind Thiazide oder Magnesium. Bei Vorliegen von chronischen oder rezidivierenden Harnwegsinfekten ist ggf. eine niedrigdosierte Dauerantibiotikagabe notwendig.
Angeborene Stoffwechselstörung bei der es durch einen Gendefekt zu einer erhöhten Ausscheidung der Aminosäure Zystin im Urin kommt. Da Zystin extrem schlecht löslich ist, bilden die betroffenen Patienten sehr häufig Harnsteine.
Da die oben beschriebenen allgemeinen Präventionsmaßnahmen nicht ausreichend sind, um die Steinbildung zu verhindern, ist eine zusätzliche medikamentöse Prophylaxebehandlung bei fast allen Patienten notwendig. Hierzu wird der Urin-pH mit Alkalizitraten auf Werte >7,5 eingestellt, da die Löslichkeit von Zystin in diesem Bereich deutlich zunimmt. Sollte die Steinbildung hierunter weiter bestehen, ist die zusätzliche Gabe von Tiopronin indiziert.
Da die Zystinsteinbildner in besonderem Maße als Risikopatienten anzusehen sind, ist eine lebenslange Bindung an ein urologisches Steinzentrum mit engmaschigen Kontrollen notwendig.