Klinik für UrologieChefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
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Prostatakrebs-Zentrum Ruhrgebiet | Operation | Bestrahlung | Hormonbehandlung | Chemotherapie

Größe eines Seeds
Röntgen Seeds
Abb.3.: Schema nach erfolgter SEED-Implantation
Neben der operativen Behandlung des Prostatakarzinoms stellt die Strahlentherapie bei sorgfältiger Patientenauswahl in manchen Fällen eine ebenbürtige Alternative dar. Das Gewebe wird aus kurzer Entfernung (brachys = griech. kurz) bestrahlt. Dies bietet den Vorteil, dass eine hohe Strahlendosis in der Prostata appliziert werden kann. Dadurch, dass die Strahlenintensität nach außen rasch abnimmt, lässt sich die Strahlenbelastung der benachbarten Organe (Enddarm und Harnblase) gering halten.
Bei der LDR-Brachytherapie werden unter Narkose Hohlnadeln über den Damm in die Prostata eingeführt. Zur Steuerung wird ein hochauflösendes Ultraschallgerät und ein Computer verwandt. Über diese Hohlnadeln werden nach einem zuvor berechneten Plan die sog. Seeds in der Prostata platziert. Seeds sind etwa reiskorngroße, radioaktiv strahlende Jod-Stifte (J125) (Abb.3). Die Seeds verbleiben in der Prostata und geben ihre Strahlungsenergie langsam über einen Zeitraum von etwa einem Jahr ab. Die Strahlungsart und -intensität wird bei der Behandlung so gewählt, dass der Prostatakrebs in genau der passenden Dosis bestrahlt wird und umgebende Personen nicht gefährdet werden.
Die Tumor-Nachsorge erfolgt nach im engen Verbund mit den niedergelassenen Urologen, den Kollegen der Strahlentherapie und durch unsere Klinik für Urologie.
Bei Fragen oder Therapiewunsch stehen wir Ihnen jederzeit im Rahmen unserer Sprechstunde gerne zur Verfügung.
Oberarzt Dr. Dirk-Mathias Scheer
Sekretariat - Tel.: 0234 / 517 26 51