KLINIK FÜR UROLOGIE BOCHUM
Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig

Ungewollter Urinverlust / Inkontinenz

Die Schwäche des Beckenbodens kann sich vor allem bei Frauen negativ auswirken.

Typische Beschwerden sind:

  • Ungewollter Urinverlust
  • Ständiger Harndrang
  • Schwierigkeiten beim Stuhlgang
  • Fremdkörpergefühl in der Scheide
  • Vorfall der Scheide, der Blase oder des Rektums oder von Dünndarmschlingen
  • Nässen/Jucken

 

Interdisziplinäre Kooperation

Besonders wichtig bei der Behandlung von Beckenbodendefekten ist die interdisziplinäre Kooperation zwischen entsprechend spezialisierten Ärzten der 

  • Urologie
  • Gynäkologie
  • Chirurgie/Coloproktologie

Die Augusta-Krankenanstalt in Bochum ist in der glücklichen Lage, dass sie dies aufgrund ihrer diversifizierten Fächerstruktur umsetzen und ihren Patienten anbieten kann. Als eine der wenigen Kliniken in Deutschland ist sie in der Lage das komplette Untersuchungs- und Behandlungsprogramm bei Harninkontinenz und Beckenbodenschwäche anzubieten.

Transobturatisches Band (TOT) und TVT

Die Anlage eines spannungsfreien Bandes zwischen Harnröhre und Vagina der Frau sorgen für eine Stabilisierung des Beckenbodens bei gefüllter Harnblase und beheben mit guten Ergebnissen die Ursachen der Belastungsinkontinenz.

Die Implantation erfolgt in Vollnarkose im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes.

Blasenhebung (minimal-invasive Burch Operation)

Für diese Operation war früher ein Bauchschnitt notwendig. Heutzutage führen wir diese Operation mit Erfolg in minimalinvasiver Technik durch. Dabei wird die vordere Scheidenwand mit dem vorderen Beckenknochen, dem Schambein mittels nicht auflösender Fäden verbunden. Dadurch kommt es zu einem Anheben und Stabilisieren des Beckenbodens.

Remeex® Band

Das Remeex®-System wurde ursprünglich für die Belastungsinkontinenz der Frau entwickelt. Es dient ebenfalls der Stabilisierung des Beckenbodens und der Anzügelung der Harnröhre um die Ursache der Belastungsinkontinenz zu beheben. Seit einigen Jahren setzen wir dieses Verfahren auch erfolgreich bei männlichen Patienten ein. Die männliche Belastungsinkontinenz begründet sich oft in einer Schädigung des Harnröhrenschließmuskels oder als Folge einer Prostataentfernung.

Der Vorteil des Remeex® Bandes liegt darin, dass es nach der Implantation mithilfe eines Justierungsgerätes noch in seiner Spannung variiert werden kann und somit optimal an die Bedürfnisse des Patienten angepasst wird.

Künstlicher Schliessmuskel Ersatz (AMS Sphinkter)

Um Patienten ohne funktionierenden Schließmuskel ein normales Leben zu ermöglichen, gibt es die Möglichkeit, einen künstlichen Schließmuskel zu implantieren. Dieser wird in Form einer Manschette um die Harnröhre herum gelegt und mit einer Flüssigkeit gefüllt, die sich aus einem Reservoir, welches im Bauchraum platziert wird, speist. Die Steuerung des Gerätes wird im Hodensack untergebracht. Möchte der Patient nun Wasserlassen, betätigt er das Steuergerät und die Manschette entleert die Flüssigkeit in das Reservoir. Der Weg für den Urin ist nun frei und eine Blasenentleerung auf natürlichem Wege ist möglich. Anschließend wird die Manschette wieder gefüllt und der nachkommende Urin kann gehalten werden.