KLINIK FÜR UROLOGIE BOCHUM
Chefarzt Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig

Nierenzysten

Wie in vielen anderen Geweben können sich auch in den Nieren Zysten bilden. In den allermeisten Fällen sind sie gutartig, verursachen keinerlei Beschwerden und sind deshalb nicht behandlungswürdig. Im Falle von Nierenzysten, die erhebliche Größen von bis zu 10 cm Durchmesser erreichen können, kann es allerdings zum Auftreten von Rückenschmerzen oder Nierenkoliken kommen, auch können sie sich entzünden oder einreißen. In diesen und ähnlichen Fällen kann es nötig sein, sie zu entfernen. Treten Zysten gehäuft auf und Verdrängen das gesunde Nierengewebe kann dies ein Ausdruck schwerwiegender, erblich bedingter Erkrankungen sein und bedürfen einer weiteren Abklärung. Bei Zysten mit einer starken, auffällig gut durchbluteten Zystenwand besteht die Gefahr, dass sie Anteile bösartigen Gewebes enthalten und operativ entfernt werden müssen.

Minimal-invasive Nierenzystenentfernung

Die Entfernung der Zysten in der Schlüssellochtechnik (Laparoskopie Niere) über drei wenige Millimeter große Hautschnitte stellt die zuverlässigste Methode dar. Hierbei wird die Zyste mittels laparoskopischer Geräte dargestellt und die Zystenwand abgetragen. Die Ränder werden dann mittels elektrischem Strom verödet um etwaige Blutungen zu stillen und ein Wiederauftreten der Zyste an gleicher Stelle zu verhindern.

Nierenzystenpunktion und Sklerosierung

Kommt ein laparoskopischer Eingriff nicht in Frage oder ist nicht gewünscht, besteht die Möglichkeit, eine Zyste minimal-invasiv von Außen durch die Haut zu punktieren, die Flüssigkeit abzusaugen und die entleerte Zyste mittels einer Chemikalie zu verkleben (Sklerosierung). Der Nachteil dieser Methode ist die hohe Rate an wiederkehrenden Zysten.