KLINIK FÜR UROLOGIE BOCHUM
Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig

Penisverkrümmung (angeboren oder IPP)

Penisverkrümmungen können angeboren (kongenital) oder erworben (IPP, Induratio Penis Plastik) sein. Kleine Korrekturoperationen an der Schwellkörperfaszie sind häufig der einzige Weg zu dauerhaft guten Ergebnissen. Meist verhalten sich Betroffene verständlicherweise zögerlich. Die Eingriffe weisen jedoch eine sehr hohe Erfolgsquote und sehr geringe Komplikationsraten auf. In der Regel ist nur ein kurzer Aufenthalt in der Klinik erforderlich. In einem Vorgespräch müssen Notwendigkeit und Wahl des Verfahrens geklärt werden.

Begradigungsoperation des Penis

(Yashia, Nesbit). Bei starken angeborenen Verkrümmungen werden meist die Verfahren nach Yashia und Nesbit eingesezten. Bei durch die Erkrankung IPP erworbenen Verkrümmungen sollte erst operiert werden, wenn die Erkrankung für einige Monate zum Stillstand gekommen ist. Angewandt werden die Verfahren nach Nesbit aber auch Erweiterungsplastiken nach Yashia. Der Einsatz von Kunstgewebe ist derzeit nicht aktuell.

E.M.D.A. (Elektromotive Medikamentenapplikation)

Die IPP durchläuft mehrere Stadien. In der Regel kommt sie nach einigen Monaten zum Stillstand. Bevor die Begradigungsoperation einer IPP durchgeführt werden kann, ist es wichtig, dass das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt wird und die IPP für einige Monate zum Stillstand gekommen ist.

Gelegentlich wird ein Behandlungsversuch mit E.M.D.A. unter Anlegen eines schwachen Wechselstromes an der betroffenen Stelle in das Gewebe eingebracht und kann das Fortschreiten der IPP zum Stillstand bringen. Die Prozedur ist schmerzfrei und wird ambulant durchgeführt. In der Regel sind 10 Sitzungen geplant.