KLINIK FÜR UROLOGIE BOCHUM
Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Ubrig

Gutartige Prostatavergrößerung / Verengung /BPH /BPO

Die gutartige Vergrösserung der Prostata ist ein Volksleiden und betrifft zahlreiche Männer, zunehmend mit dem steigenden Lebensalter. Sie ist wesentlich häufiger als der Prostatakrebs. Die Grösse der Prostata kann von etwa Kastaniengrösse im Jugendalter auf bis über 10 cm zunehmen. Der Harnweg verläuft durch die Prostata. Die Vergrösserung des Organs an sich ist keine Krankheit. Aber die mit dem Organwachstum einhergehenden Formveränderungen können zur Behinderung/Einengung des Harnweges und zu Reizzuständen der Harnblase führen. Dabei ist die Prostatagrösse nicht unbedingt entscheidend. Auch Männer mit einer kleinen Prostata können durch diese erhebliche Probleme entwickeln, Männer mit einer sehr grossen Prostata können unter Umständen völlig beschwerdefrei und gefahrlos leben.

Eine ausgeprägte Einengung des Harnweges durch die Prostata kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Funktion der Harnblase und der Nieren haben.

Das Gefährliche daran: Dies kann vom Patienten völlig unbemerkt passieren und schwerste Konsequenzen, wie zum Beispiel Nierenfunktionsverlust mit Dialysepflicht zur Folge haben. Es drohen langfristige Schäden an Nieren, Blase und Prostata. Es fehlen nicht selten die Warnsignale des Körpers. Der Patient spürt nichts. Daher scheint eine urologische Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr sinnvoll.

Dennoch sind einige Männer so stark von Blasenbeschwerden (Schwacher Harnstrahl, ständiger Harndrang) geplagt, dass auch wenn die Behandlung rein medizinisch noch aufschiebbar ist, eine Massnahme sinnvoll sein kann, um eine vernünftige Lebensqualität (kräftiger Harnstrahl, Nachtruhe, Harndrang gemindert) wieder herzustellen.

Häufig kommen zunächst Medikamente zum Einsatz. Reichen diese nicht aus, wird Ihnen häufig zur Prostataverkleinerungsoperation (TUR-Prostata (mono- und bipolar), Greenlight Laser oder Holmium Enukleation (HoLEP)) geraten.

Es ist die Aufgabe des urologischen Facharztes/Fachärztin festzustellen, ob die Probleme auf die Prostata zurückgehen und eine Prostatabehandlung empfehlenswert ist. Gelegentlich ist nicht die Prostata anzuschuldigen, sondern das Problem liegt in dem Speicherorgan Harnblase selbst.

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