KLINIK FÜR UROLOGIE BOCHUM
Chefarzt Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig

Prostataverkleinerungsoperationen (TUR-Prostata, Greenlight Laser, Holmium Enukleation (HoLEP))

Die operative Verkleinerung der Prostata ist einer der häufigsten Eingriffe in der Urologie und ein Schwerpunkt der Klinik für Urologie in der Augusta Krankenanstalt Bochum. Aller Operationstechniker führen wir minimal-invasiv durch: So werden eine hohe Verträglichkeit und ein möglichst kurzer Krankenhausaufenthalt erzielt.

Bipolare TUR-Prostata/TURP:

Die Abschälung des überschüssigen Prostatagewebes durch die Harnröhre (Transuretherale Resektion) ist die bewährteste Methode zur operativen Verkleinerung. Es ist eine - international ebenso wie in der Klinik, für Urologie - so häufig durchgeführte Behandlung, dass die Transuretherale Prostataverkleinerung als „Goldstandard“ bezeichnet wird. Durch die minimal-invasive Maßnahme wird eine außerordentlich geringe Gewebeverletzung erreicht, die schnell heilt, damit die Patienten schon nach wenigen Tagen die Klinik verlassen können.

Laserbehandlungen der Prostata (Green-Light-Laser, Holmium-Laser-Enukleation)

Alternativ zur Abschälung der Prostata sind Operationen mit dem Laser möglich. Wenn es auf eine möglichst blutarme Prostataverkleinerung ankommt, kann sie sinnvoll mit einem Green-Light-Laser ausgeführt werden. Beispielsweise die regelmäßige Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten wie Clopidogrel oder Marcumar indizieren seinen Einsatz. In der Klinik für Urologie Bochum steht uns ein Green-Light-Laser der neuesten Generation (XPS 180 Watt) zur Verfügung.

Im Fall einer stark vergrößerten Prostata bietet sich die Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP) an. Mit dem Holmium-Laser arbeitet man die bindegewebige Schicht zwischen Prostatakapsel und der vergrößerten Innendrüse, dem sogenannten Adenom, auf. Das Adenom wird am Ende der Operation zerkleinert und durch die Harnröhre abgesaugt. Daher ist im Unterschied zu allen anderen Laserverfahren die Untersuchung des entfernten Gewebes durch den Pathologen möglich.

Aquaablation der Prostata mittels AquaBeam®-System

Mehr als 200 mal haben wir in der Klinik für Urologie in Bochum gutartige Prostatavergrößerungen mithilfe des AquaBeam®-Systems behandelt. Mit dieser Anzahl sind wir das zweitgrößte Aquaablations-Zentrum weltweit. 

Beim AquaBeam®-System der Firma Procept BioRobotics wird mit einem computergesteuerten Wasserstrahl über eine Präzisions-Saphirdüse das überschüssige Gewebe abgetragen. Der Laser wird von einem Operationsroboter gesteuert, der millimetergenau den zuvor den durch Ultraschall festgelegten Bereich abträgt.

Der Vorteil: So kann auf elektrischen Strom oder Hitze verzichtet und das umliegende Gewebe wird weitestgehend geschont. Die hohe Präzision, die verhältnismäßig zurückhaltende Abtragung des Gewebes und der Verzicht auf Hitze können dazu beitragen, dass in den meisten Fällen nach einer Aquaablation der Samenerguss erhalten werden kann.