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Aktuelle Informationen aus der Klinik für Urologie

Wenn Skalpell und Bildschirm zur Bühne werden

16. Masterclass für rekonstruktive Roboter-Urologie in Frauenfeld

Am 21. und 22. August 2026 trafen sich international führende Urologen am Kantonsspital Frauenfeld zur 16. Masterclass „Reconstructive Robotic Urology“, einem der renommiertesten Fortbildungsformate seiner Art in Europa. In zwei parallel betriebenen Operationssälen mit hochauflösender 3D-Übertragung wurden komplexeste rekonstruktive Eingriffe der oberen und unteren Harnwege live übertragen. Eingeladen hatten die Kursdirektoren Prof. Dr. med. Thomas RW Herrmann und Prof. Dr. med. Hubert John.

Zum internationalen Faculty-Team zählte auch Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig, Augusta-Klinik Bochum, der die operative Versorgung vesiko-vaginaler und entero-vesikaler Fisteln vorstellte. Weitere Referenten: Dr. Abhishek Singh (Muljibhai Patel Urological Hospital, Nadiad, Indien) zu Ureterstriktur-Eingriffen, Prof. Peter Wiklund (Mount Sinai Hospital, New York) zur intrakorporalen Harnableitung sowie PD Dr. med. Jörn Witt (Klinik Bel Etage, Düsseldorf) zur radikalen Prostatektomie.

„Diese Masterclass lebt vom direkten fachlichen Austausch unter Spezialisten, die weltweit an komplexesten Fällen arbeiten. Bei seltenen Rekonstruktionen wie Fisteloperationen entscheidet oft die Erfahrung Einzelner über den Erfolg - genau diese wurde hier offen geteilt“, erklärt Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig.

Der klein gehaltene Teilnehmerkreis ermöglichte einen intensiven Dialog über OP-Techniken und Fallkonstellationen, ergänzt durch eingebrachtes Videomaterial. Die Veranstaltung wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Urologie (SGU) mit 12 Fortbildungspunkten akkreditiert.

 

Masterclass Prostatachirurgie in Bochum vollständig ausgebucht

Bochum, 14. August 2026 – Operationen der Prostata gehören zu den häufigsten Eingriffen der Urologie. Sie sollen so erfolgreich, aber auch so schonend wie möglich verlaufen. Minimal-invasive Maßnahmen erfüllen diese Zielsetzung. Die Deutsche Gesellschaft für Robotische Urologie e. V. (DGRU) richtete am 13. und 14. August 2026 gemeinsam mit der Klinik für Urologie am Augusta Bochum eine Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte zur roboterunterstützten Operation der Prostata aus. Die auf zwölf Teilnehmende begrenzte Veranstaltung war bereits im Vorfeld vollständig ausgebucht. 

„Die frühzeitige Ausbuchung zeigt uns, wie groß das Interesse am praxisnahen Austausch zu roboterunterstützten Operationen ist", erklärte Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig, wissenschaftlicher Leiter der Fortbildung und Chefarzt der Urologie am Augusta Bochum. „Wir haben den Teilnehmenden neben den Vorträgen einen direkten Einblick in den OP-Saal gegeben, mit der Möglichkeit, einzelne Schritte zu erläutern und zu diskutieren."

Am Donnerstagabend fand das Vortragsprogramm statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig, PD Dr. med. Jörn Witt (Düsseldorf) und Dr. med. Christian Wagner (Gronau) sprach Dr. med. Martin Krause (Bochum) darüber, wann eine roboterunterstützte Prostataentfernung sinnvoll ist. Es folgten Beiträge von PD Dr. med. Jörn Witt zum Aufbau der Prostata und der sie umgebenden Strukturen sowie zur operativen Behandlung einer gutartig vergrößerten Prostata unter möglichst weitgehender Schonung der Harnröhre. Dr. med. Christian Wagner stellte seine eigene Operationstechnik Schritt für Schritt vor und sprach über ergänzende Behandlungen vor und nach der Operation, etwa Bestrahlung. Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig referierte über den Einsatz bildgebender Verfahren zur Operationsplanung sowie über Strategien zum Erhalt von Kontinenz und Potenz. Zudem ging er auf die Behandlung von Vernarbungen und Verengungen im Bereich der Harnröhre und Blase ein, die als Folge einer Operation auftreten können.

Am Freitag folgte das praktische Programm in der Urologie des Augusta Bochum: An drei benachbarten Operationssälen mit drei roboterunterstützten Operationssystemen (daVinci X/Xi) operierten Dr. med. Christian Wagner, Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig und PD Dr. med. Jörn Witt zeitgleich. Übertragen wurden roboterunterstützte Operationen zur vollständigen Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs – darunter auch fortgeschrittenere Fälle sowie Verfahren, die wichtige Nervenbahnen schonen –, die operative Behandlung einer gutartig vergrößerten Prostata sowie Eingriffe bei Verengungen im Bereich des Blasenausgangs. Die Teilnehmenden hatten dabei Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Operateuren.

 

Volles Haus im OP der Urologischen Klinik Augusta Bochum: Masterclass zu Roboter-assistierte Blasenersatzoperationen in 

Zwölf Plätze, restlos ausgebucht, und zwei Tage Fachwissen: Am 16. und 17. Juli 2026 kamen in Bochum spezialisierte Urologinnen und Urologen aus ganz Deutschland und der Schweiz zur Masterclass über Roboter-assistierte Blasenersatzoperationen ins Augusta in Bochum. 

Gastgeber Prof. Ubrig (Chefarzt Urologie Bochum): „Blasenkrebserkrankungen sind leider ein häufiges Thema - für Mann und Frau. Glücklicherweise können wir heute auch schwer betroffenen Patient*innen immer besser helfen. Möglich wird das vor allem durch den kombinierten Einsatz moderner Immunbehandlungen mit roboterassistierten Schlüssellochoperationen. Wir können so die komplette Harnblase mit Schlüssellochtechnik bei geschlossener Bauchdecke ersetzen. Darauf sind wir seit langem spezialisiert. Die Lebensqualität unserer Patienten ist uns eine Herzensangelegenheit und deshalb möchten wie dieses Verfahren allen Betroffenen in Deutschland ermöglichen.“

Bei der Masterclass wurde das Verfahren von erfahrenen Experten demonstriert. Die wissenschaftliche Leitung lag in den Händen von Prof. Dr. med. Burkhard Ubrig (Bochum), Prof. Dr. med. Hubert John (Frauenfeld/CH) und PD Dr. med. Michael Waldner (Köln). Alle drei waren zugleich als Operateure und Referenten im Einsatz. Operationen an 6 Patienten wurden durchgeführt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Robotische Urologie e. V. (DGRU) durchgeführt.

Los ging es am Donnerstagabend im Restaurant Franz-Ferdinand: Bei Vorträgen und angeregter Diskussion drehte sich alles um die modernsten Erkenntnisse und technische Details und vor allem, welche Lösung für welchen Patienten am passendsten ist.

Der praktische Teil folgte am Freitag: Die Gäste – alles erfahrene Operateure aus urologischen Kliniken - konnten direkt am OP-Tisch beobachten und Fragen stellen, den Operateuren buchstäblich über die Schulter schauen.

Prof. Ubrig: „Gemeinsam mit den externen Experten ersten Ranges ist es gelungen, den aktuellen State-of-the-art zu präsentieren. Allen Patient*innen geht es nach den Operationen sehr gut. Im Sinne des Wohls aller Patienten ist es uns wichtig, regelmäßig unser Wissen zu teilen und gleichzeitig auf den Prüfstand zu stellen. Dies ist ein sehr wichtiges, unersetzbares Ausbildungsformat.“

Nach einer intensiven Nachbesprechung war das Fazit einhellig: ein rundum gelungenes Format mit hohem Praxisbezug. Eine DGRU-Masterclass zum Thema Prostataentfernung sowie Folgeveranstaltungen für das Jahr 2027 sind bereits in Vorbereitung.

 

Wissenschaft:

Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche und modernste Versorgung gewährleisten. Mikro-invasive Verfahren mit Unterstützung von Operationsrobotern sind deshalb bei uns Standard. 

Die Klinik für Urologie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Roboterassistierte Urologie e.V. (DGRU)

Im Jahr 2026 sind wir Verantwortliche und Mitverantwortliche für folgende DGRU-Veranstaltungen:

27. Mai: Webinar Robotisch rekonstruktive Urologie (Programm)

16./17. Juli: Masterclass Roboter-assistierte radikale Zystektomie und intrakorporale Harnableitung | Rekonstruktive Roboter-assistierte Urologie (Programm)

13./14. August: Masterclass Roboter-assistierte radikale Prostatovesikulektomie | Adenomektomie | Blasenauslassobstruktion/Blasenhalsenge | Blasendivertikelresektion | Salvage-Prostatektomie (Programm)

7. Oktober: Webinar Robotisch assistierter Blasenersatz – Semi-Live (Programm)

25. November: Webinar Robotisch assistierte Chirurgie des Prostatakarzinoms (Programm)